Erdbeben zählen zu einem der gefürchtesten Naturphänomenen und schaffen es immer wieder in die Schlagzeilen.

Infos über die Entstehung und die Arten von Erdbeben findest du hier:

 

Man denke nur an Fukushima, Java oder auch an Friaul. Auch in Österreich, und in der Steiermark, sind Erdbeben möglich.

Was ist nun ein Erdbeben?

Erdbeben entstehen durch Massenverschiebungen - im häufigsten Fall als tektonische Beben im Bereich von Verschiebungen an den Bruchfugen der Litosphäre - oder aber aufgrund vulkanischer Aktivität, Einstürzen, Absenkungen, Erdrutsche und Bergstürze. Auch Sprengungen können Erdbeben erzeugen.

Befindet sich der Ausgangspunkt eines Beben auf dem Meer, dann spricht man von einem Seebeben bzw. unterseeischen Erdbeben - die Entstehungsgründe sind aber auch in diesem Fall die gleichen.

Bei einem Beben kann man meist zwischen Vor- Haupt- und Nachbeben unterscheiden. Sollten sich Beben über einen längeren Zeitraum immer wieder ereignen, so spricht man von einem Erdbebenschwarm / Schwarmbeben.

 

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Quake epicenters 1963-98“ von NASA, DTAM project team - http://denali.gsfc.nasa.gov/dtam/seismic/. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

 

Schaut man sich diese Karte mit den Erdbeben zwischen 1963 und 1998 an, so erkennt man, dass es bestimmte Bereiche gibt, an denen Beben gehäuft vorkommen - diese Häufungen markieren aktive Plattenränder.

Diese können sich entweder von einander weg bewegen (Spreizungszonen, wie etwa der Mittelatlantische Rücken), aufeinander zu bewegen (Kollisionszonen, zum Beispiel im Mittelmeerraum) oder sich aneinander vorbei bewegen (Transformstörungen, als Beispiel sie die San Andreas Verwerfung in Kalifornien genannt).

Bei all diesen Bewegungen bauen sich an den sich verhakenden Plattengrenzen Verspannungen auf, die sich dann schlussendlich ruckartig lösen und dabei Erdbeben bewirken.

 

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Plattengrenzen“ von USGS/USGov, modified by Eurico Zimbres, and the uploader - Image:Tectonic plate boundaries clean.png. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

 

Auch aufsteigendes Magma kann Erdbeben auslösen - so gibt es etwa den vulkansichen Tremor, diese sind Erdbeben mit hoher Frequenz, die durch das aufsteigende Magma zerbrechende umliegende Gestein entstehen.

Diese Erdbeben, wie auch die aus anderen Gründen entstehenden Beben (Absenkungen, Einstürze usw.) haben im Gegensatz zu den tektonischen Beben eine viel geringere Energiefreisetzung.

 

Epizentrum - Hypozentrum

Das Hypozentrum ist der tatsächlich Bebenherd - hier entsteht das Beben.

Das Epizentrum ist der senkrecht darüber liegende Punkt auf der Erdoberfläche.

Die Lage des Hypozentrums erhällt man duch Untersuchung der Werte an verschiedenen seismologischen Stationen - anhand der Laufzeit und Wellenlängen kann man dann denn ungefähren Punkt errechnen.

 

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Epicentrum-hypocentrum-schema“ von Dr.T - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

 

Je nach Beben kann es vor kommen, dass es nicht nur ein Bebenzentrum gibt, sonderen dass sich die Bruchzone auf viele hunderte Kilometer erstreckt. In solchen Fällen gillt die zuerst gemessene Position als Hypozentrum. 

Da sich die Spannungen meist nicht nur in einem Punkt aufbauen und lösen, spricht man meist von Bruch- oder Herdflächen.

Diese Herdflächen reichen nur selten bis an die Oberfläche, wenn doch, dann kann man an der Erdoberfläche deutliche Versetzungen erkennen.

 

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Fault types“ von Karta24 - http://earthquake.usgs.gov/learning/glossary.php?term=fault earthquake.usgs.gov. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons.

Fortsetzung folgt! ;)