Frühlingsbeginn

Für einige, vor allem für die Wetterbegeisterten, hat der Frühling ja schon bereits mit 1. März begonnen, doch für die meisten beginnt der Frühling um den 19./20./21. März.

Zusätzlich gibt es dann aber noch einen Frühlingsanfang, der sich nach dem Entwicklungsstand der Pflanzenwelt orientiert.

Aber nun mal der Reihe nach:

 

Meteorologischer Frühling

Am 1. März beginnt der so genannte meteorologische Frühling.

Dieser Termin wurde von der „World Meteorological Organization“ (WMO) festgelegt – die ist eine Unterorganisation der UN (siehe Link: https://public.wmo.int/en )

Grund dafür ist, dass damit Statistiken leichter erstellt werden können - deshalb wurden von der WMO immer drei Monate einer Jahreszeit zugeordnet.

Dezember, Jänner und Februar sind die Wintermonate, März, April und Mai der Frühling.

Den Sommer bilden Juni, Juli und August und die Monate September, Oktober und November werden als Herbst bezeichnet.

 

 

 

Nebel
Vor allem in den Wintermonaten begleitet uns das Wetterphänomen "Nebel" über viele Tage hinweg. Jeder weiß, was Nebel ist - kleine, in der Luft schwebende Wassertropfen. Die Radien der Tröpfchengröße beträgt dabei in etwa 30 um. Doch wie entsteht nun eigentlich Nebel?


Man unterscheidet folgende Entstehungsarten:


·         Strahlungsnebel

·         Advektionsnebel

·         Orographischer Nebel

·         Mischungsnebel

·         Smog

·         Eisnebel

 

Strahlungsnebel ist durch den nächtlichen Temperaturrückgang verursacht. Hauptgrund für diesen Rückgang der Temperatur sind sogenannte Ausstrahlungsvorgänge, daher auch der Name "Strahlungsnebel". Strahlunsgnebel ist nicht sehr hochreichend, meist nur wenige Meter, maximal und bei besonderen Verhältnissen bis zu 300 Meter. Ein weiteres Merkmal dieser Nebelart sind die relativ kleinen Wassertröpfchen, dadurch ist der Strahlungsnebel auch selten nässend. Die Vorhersage von Strahlungsnebel ist relativ schwer, da bereist wenige 10tel° Kelvin für seine Entstehung ausschlaggebend sind. Im Regelfall werden die Nebelbänke am Tag von der Sonne aufgelöst, sollte dies nicht möglich sein, so kann der Nebel für einige Tage erhalten bleiben. Der Nebel selbst förder die Nichtauflösung einerseits durch seine hohe Reflexionsfähigkeit, bei der 90% der Energie wieder abgestrahlt wird ud dadurch wenig Wärme zur Auflösung bereit steht, zum anderen durch die starke Auskühlung der Wassertröpfchen über Nacht, die die Temperaturen vor allem an der Obergrenze stark sinken lässt. Eine weitere Bildungsmöglichkeit von Strahlungsnebel stellt eine Absinkinversion dar, die noch nicht den Boden erreicht hat, oder von unten bereits wieder aufgelöst wird. An der Inversionsuntergrenze setzt an Kondensationskeimen die Nebelbildung ein und lässt den Nebel Richtung Boden wachsen.
Wird warme, feuchte Luft herangeführt, und diese schiebt sich über eine Schicht kalter Luft am Boden, so ensteht der sogenannte

Advektionsnebel. Diese Nebelart ist sehr ausdauernd, und kommt vor allem in der kalten Jahreszeit vor. Die Nebelschicht kann bis auf über 1.000 Meter anwachsen und kann von der Sonne alleine nicht mehr abgebaut werden. Für den Abbau ist ein Luftmassenwechsel notwendig. Hebt sich die Nebelschicht vom Boden ab, so entsteht eine Hochnebeldecke. Weitere Beispiele für Advektionsnebel sind die Nebelbänke über Seen und Meeren. Auch dort wird warme Luft vom Land über die kühlere Luft über den Wasserflächen geschoben. Auch in Bereichen von kalten und warmen Meeresströmungen tritt deshalb Nebel auf. Das gleiche Prinzip kann man im Winter auf Flächen beobachten, die teilweise noch von Schnee bedeckt sind, auch dort entstehen aufgrund der Schneedecke Bereiche mit kühler Luft (Ausstrahlung). Wenn nun die etwas wärmere Luft von den schneefreien Flächen darüber geschoben wird, entstehen in diesen Bereichen Nebelfelder.

Orografischer Nebel ist von der Landschaftsform abhängig - wird feuchte Luft aufgrund eines Berghanges gehoben, so kühlt sie immer weiter aus (adiabatische Abkühlung), bis der Taupunkt unterschritten ist und Nebelbildung einsetzt. Grundvoraussetzung ist, dass das Kondensationsniveau tief liegt, denn ansonsten würden Wolken entstehen. Diese orografisch bedingten Nebel sind oft stark nässend.
Besonders über Wasserflächen im Herbst kann man oftmals den sogenannten

Mischungsnebel sehen. Es scheint dann so, als würden die Flüsse oder Seen dampfen, man kann diesen Effekt auch bei nassen Straßen oder Dächern nach einem Sommerregen beobachten. Die Entstehung dieser Dampfsäulen ist ein wenig kompliziert. Die Wassermassen von Seen, Teichen und Flüssen kühlen im Herbst nicht so schnell aus, wie die Landmassen – schwappt nun kühlere Landluft über die Wasserfläche, welche etwas wärmer als diese ist, so beginnen sich diese mit der wärmerem Luftmasse über dem Gewässer zu vermischen und gleichzeitig als „Pakete“ in die Höhe zu steigen. Mit dem Steigen kühlt das Luftmassenpaket ab und kondensiert aus. Diese Nebelschwaden erreichen nur eine Höhe von wenigen Metern.

Smog ist ein Kunstwort aus den beiden Wörtern „smoke“ (engl. für Rauch) und „fog“ (Nebel). Entstehungsgrundlage dafür sind die vielen Kondensationskerne, welche in den Ballungszentren vorhanden sind – Hausbrand, Industrie, Verkehr tragen hierfür bei. Dadurch kondensiert der in der Luft enthaltene Wasserdampf frühzeitig und vollständig und es bildet sich ein schmutziger Nebel, bei dem die Sichtweite oft nur wenige Meter beträgt. Als zusätzliche Gefahr treten noch die vorhandenen Oxidationspunkte (Schwefeldioxid, Stickoxide und andere) auf – in den Smogtröpfchen gelöst bilden diese eine gefährlichen Säurenebel, der Bauwerke, Umwelt und Gesundheit angreift.  

Schlussendlich gibt es noch den

Eisnebel, der hauptsächlich in den polaren Regionen vorkommt, aber auch in den Alpen möglich ist. Im Gegensatz zu den vorgenannten Nebelarten befinden sich im Eisnebel keine Wassertröpfchen, sondern ganz feine Eiskristalle. Dadurch gibt es auch nur beim Eisnebel sogenannte Halo-Erscheinungen. Damit sich solche Eiskristalle bilden können, sind jedoch Temperaturen unterhalb -20 / -30°C notwendig.

Der DWD widmet sich in dem verlinkten Beitrag dem Thema "Sunglint" - das sind Reflexionen des Sonnenlichtes auf Wasserflächen,

die das SAT-Bild beeinträchtigen, anderseits aber interessante Rückschüsse, wie etwa zu den bestehenden Windverhältnissen, liefern können.

Hier geht's zum Beitrag: http://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2016/3/22.html